Eine besondere Übungs- beziehungsweise Ausbildungsmöglichkeit erwartete die ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräfte am 15. Mai 2026.
Mit freundlicher Unterstützung der Firma Dräger konnte der sogenannte CSE-Trainer bei der Bad Vöslauer Feuerwehr aufgebaut werden. CSE steht für Confined Space Entry (Arbeiten und Einsteigen in beengte Räume wie Tanks, Schächte oder Behälter). Dieser Anhänger bietet optimale Ausbildungsmöglichkeiten für das sichere Arbeiten in beengten Räumen, Behältern oder Kanalleitungen. Der Einstieg erfolgt vom Dach des Anhängers, im Inneren befinden sich verschieden große Bereiche und Rohre.
Als erste Übung wurde von Ausbildungsleiter Roland Schremser eine Übungspuppe am Ende der Rohrleitungen platziert. Die teilnehmenden Einsatzkräfte konnten ohne Atemschutz in den CSE-Trainer vorgehen. Zu dritt hatten die Feuerwehrmitglieder bereits große Mühen, den Übungs-Dummy aus dem Behälter zu retten. Für die finale Rettung aus dem Schacht wurde ein sogenanntes Dreibein aufgebaut.
Für die zweite Übung entschied sich die Gruppe für eine Einsatzübung. Alle Feuerwehrmitglieder besetzten dafür die laut Alarmplan vorgesehenen Fahrzeuge und entfernten sich vom Feuerwehrhaus. Währenddessen wurde das Übungsszenario aufgebaut.
Das ersteintreffende Hilfeleistungsfahrzeug ließ zunächst die Drehleiter hinter das Feuerwehrhaus fahren. Die doch sehr beengten Platzverhältnisse brachten eine zusätzliche Herausforderung mit sich. Feuerwehreinsatzleiter Daniel Wirth entschied sich aufgrund einer deutlich erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration im Behälter für eine Rettung unter Atemschutz über die Drehleiter. Zusätzlich legten die Atemschutzträger spezielle Auffanggurte an und begaben sich gesichert über die zum Kran konfigurierte Drehleiter in den Schacht.
Der Übungs-Dummy wurde wieder am Ende der Rohrleitungen vorgefunden. 90 Kilogramm ohne Körperspannung galt es nun durch die engen Rohre zu ziehen – ein wahrer Kraftakt für die Atemschutzträgerinnen und -träger. Ohne aufzugeben kämpften die Feuerwehrmitglieder gegen die engen, verwinkelten Gänge und Rohre und konnten die Übungspuppe schließlich mit vereinten Kräften retten.
Am Ende der Übungseinheit waren die ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräfte deutlich von der Kraftanstrengung gezeichnet. Dennoch überwog die Freude über den gemeinsamen Einsatz- beziehungsweise Übungserfolg.
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Firma Dräger für die Unterstützung bei dieser Ausbildungseinheit.











































