Am 13. März 2026 fand der Ausbildungsschwerpunkt „technische Hilfeleistung“ mit einer gemeinsamen Einsatzübung am Flugplatz Wien – LOAV seinen krönenden Abschluss.
In wochenlanger Vorbereitungs- und Abstimmungsarbeit wurde die Übung gemeinsam mit dem 4. Zug der Betriebsfeuerwehr Flughafen Wien geplant. Den Einsatzkräften stand am Ende dieser Vorbereitungen eine komplexe und herausfordernde Lage gegenüber.
Ein PKW wurde auf dem Vorfeld des Flugplatzes von einem Winterdienstgerät erfasst und gegen einen Container gedrückt. Im Kleinbus wurden bei dem Zusammenstoß drei Personen eingeklemmt bzw. eingeschlossen, in der Fahrerkabine des Traktors wurden auch zwei Personen verletzt.
Die Betriebsfeuerwehr des Flugplatzes war als erstes vor Ort und erkannte rasch den Ernst der Lage. Teil der Übung war es auch, die Meldewege und die Kommunikation innerhalb der Betriebsfeuerwehr zu testen bzw. zu trainieren. Die Mitglieder des 4. Zuges setzten mehrere Funksprüche ab und informierten die Betriebsleitung sowie die Freiwillige Feuerwehr Bad Vöslau die aufgrund der Lage zur Verstärkung angefordert wurde. Ein Feuerwehrmitglied des Flugplatzes lotste die externen Einsatzkräfte zum Unfallort, während der zweite Feuerwehrmann die erste Erkundung und Versorgung der Patienten übernahm.
Gemeinsam mit den Gruppenkommandanten wurde nach dem Eintreffen eine kurze, aber sehr effiziente Lagebesprechung durchgeführt. Die Einsatzfahrzeuge konnten anschließend richtig platziert werden und die Menschenrettung begonnen werden. Die beiden Personen aus dem Winterdienstgerät wurden zuerst gerettet, parallel dazu entschied sich der Einsatzleiter der Betriebsfeuerwehr eine Betreuungsöffnung über die Heckklappe des Kleinbusses zu schaffen, um die eingeschlossenen Personen im PKW zu betreuen.
Da der Räumtraktor den Zugang zu den Patienten im PKW verperrte wurde kurzerhand beschlossen, diesen beiseitezustellen. Im Anschluss wurde die Beifahrerseite des Kleinbusses mit einem hydraulischen Rettungsgerät geöffnet. Die Patienten konnten so mit einem Spineboard gerettet werden. Der Lenker des PKW war zusätzlich noch mit einer Eisenstange im Brustbereich eingeklemmt, diese wurde zunächst fixiert und danach mit einer Säbelsäge vorsichtig gekürzt, um auch den Lenker mit dem Spineboard zu retten.
Durch das Zusammenspiel der Betriebsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Bad Vöslau konnten alle Personen in etwas mehr als 30 Minuten gerettet werden. Eine absolut beeindruckende Zeit bei dieser Schadenslage.
An dieser Stelle möchten wir ein herzliches Dankeschön an die Betriebsleitung des Flugplatzes Wien – LOAV sowie an die Mitglieder des 4. Zuges der Betriebsfeuerwehr richten. Gemeinsame Übungen wie diese sichern die Zusammenarbeit im Ernstfall.
Fotos: Janine Schrahböck, Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation der Freiw. Feuerwehr Bad Vöslau








































