Einsatzübung – Forstunfall im Vöslauer Stadtwald

Wein. Wald. Wasser. Die drei Bad Vöslauer Wahrzeichen. Am letzten Freitag, den 24. Juli 2020 rückten die freiwilligen Feuerwehrmitglieder der Bad Vöslauer Feuerwehr wieder einmal in den Stadtwald aus, um zu üben. Doch diesmal sollte es keine Waldbrandübung werden, sondern eine technische Übung zum Thema „Forstunfall“.

Pünktlich um 18:30 Uhr rückten daher die beiden Gruppenfahrzeuge für den technischen Einsatz in Richtung Sandgrube aus. Die einzige Information für die Mannschaften war, dass zwei Forstarbeiter beim Hantieren mit einem Greifzug verletzt wurden.

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle konnte eine verletzte Person rasch gefunden werden. Der Arbeiter lag in einem Buschwerk, ein größerer Baum lag gefährlich instabil über der Person. Die feuerwehreigenen Rettungssanitäter kümmerten sich sofort um die verletzte Person, während die restliche Mannschaft den Baumstamm mit viel Teamwork kurzerhand einfach weghob. Erschwerend kam nun noch dazu, dass sich das Greifzugseil um den Patienten gewickelt hatte. Doch auch hier konnte geholfen werden, das Seil wurde vorsichtig zerschnitten und der Waldarbeiter mit einem Spineboard schonend gerettet.

Das nachkommende zweite Hilfeleistungsfahrzeug bekam den Auftrag den zweiten Arbeiter zu suchen. Die Einsatzkräfte rüsteten sich mit einer Wärmebildkamera aus und machten sich auf den Weg den Nahbereich, um die Unfallstelle abzusuchen. Kurze Zeit später fanden sie dann auch die zweite Person, schnell war ihnen dann auch klar, dass wird eine anspruchsvolle Rettungsaktion.

Der Arbeiter lag gute 2 bis 3 Meter unterhalb des Straßenniveaus, begraben unter mehreren Ästen und einem schweren Baumstamm. Während sich also ein Trupp mit dem Absturzsicherungsset ausrüstete und vorsichtig zu dem Patienten vorging, kümmerten sich die restlichen Feuerwehreinsatzkräfte um den großen Baumstamm. Dieser wurde kurzerhand mit der Seilwinde des HLFA3 gesichert. Natürlich ohne ihn weiter zu bewegen, da sich sonst andere Äste weiter in Richtung Patienten bewegt hätten.

Auch hier gelang es schlussendlich mit Teamwork den Arbeiter zu befreien und mit einem Spineboard und einer Korbschleiftrage auf die Fahrbahn zu retten.

Nach der erfolgreichen Rettungsaktion folgte noch eine umfangreiche Nachbesprechung wo kritisch die Stärken und auch die Schwächen der Übung besprochen wurden. Ein solches Feedback ist wichtig für die Einsatzkräfte, denn im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.

Nachdem die Ausrüstung wieder gereinigt und aufgetankt war, konnte die Übung nach gut 2 Stunden beendet werden.

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