Brandeinsatz – Alarmstufe 2 bei Küchenbrand

Am 06. Juli 2022 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bad Vöslau mit Sirene zu einer unklaren Rauchentwicklung in einem Mehrparteienwohnhaus in Bad Vöslau alarmiert.

Kurz nach der Alarmierung konnte bereits das erste Hilfeleistungsfahrzeug ausrücken. Feuerwehreinsatzleiter Philipp Michalek führte die erste Erkundung durch: „Im Stiegenhaus kam mir bereits eine ältere Dame entgegen, die mir hektisch erklärte, dass es in ihrer Küche brennen soll. Menschen sollen sich aber keine mehr in der Wohnung befinden.“

Die Hausbewohner aus dem Stiegenhaus und den benachbarten Wohnungen wurden sofort ins Freie gerettet. Der Feuerwehreinsatzleiter ließ auf Alarmstufe 2 erhöhen und damit die Freiwillige Feuerwehr Gainfarn alarmieren. Dann ging alles Blitzschnell: Die Mannschaft und der erste Atemschutztrupp bauten eine Löschleitung auf und brachten einen sogenannten Rauchvorhang in Stellung. Mit diesem Vorhang wird verhindert, dass Brandrauch aus der betroffenen Wohnung in das Stiegenhaus und damit in den Fluchtweg der anderen Hausbewohner zieht.

Das zweite Hilfeleistungsfahrzeug der Stadtfeuerwehr traf gleichzeitig mit dem Rettungsdienst des Roten Kreuzes ein. Der bereits ausgerüstete Atemschutztrupp blieb vorerst als Rettungstrupp in Bereitschaft. Die Mannschaft baute eine Überdruckbelüftung mit zwei Hochleistungslüftern auf.

In der betroffenen Wohnung im 1. Obergeschoss kämpfte sich der erste Atemschutztrupp mit einer Löschleitung durch den immer dichter werdenden Rauch bis in die Küche vor. Hier konnte der Brand wohl gerade noch rechtzeitig in der Entstehungsphase mit einem Rohr abgelöscht werden.

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gainfarn übernahmen die Aufgabe, die betroffene Küche teilweise zu zerlegen und etwaige Glutnester aufzuspüren. Mit einer Wärmebildkamera wurde zusätzlich jeder Kasten kontrolliert.

Die Bewohnerin und eine Nachbarin wurden bei dem Brand verletzt, sie wurden vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Nach gut einer Stunde konnten die übrigen Hausbewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben und die beiden Freiwilligen Feuerwehren wieder konnten wieder einrücken.

Im Feuerwehrhaus wurden noch die gebrauchten Atemschutzgeräte, Schläuche und Werkzeuge gewaschen und die Einsatzfahrzeuge wieder aufgerüstet.


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